Testberichte

Mumbi RMF106 6er Set im Vergleich

mumbi RMF106 6er Set im Test
Das sechsteilige Rauchmelder-Set „mumbi RMF106“ fällt auf den ersten Blick durch zwei Tatsachen auf: Es ist verhältnismäßig günstig, beinhaltet aber dennoch die hochmodernen Funk-Rauchmelder, die untereinander vernetzt werden können. Wir waren sehr gespannt, ob die Geräte unsere hohen Erwartungen erfüllen konnten.

Verpackung und Lieferumfang

Dem kompakten, etwa 1,0 Kilogramm schweren Karton entnahmen wir sechs Funk-Rauchmelder, sechs 9-Volt-Batterien, pro Melder jeweils drei AA-Batterien, eine Bedienungsanleitung sowie die für die Montage erforderlichen Schrauben und Dübel.
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Verarbeitung und Design

Optisch unterscheiden sich die Rauchmelder kaum von ähnlichen Modellen und Ausführungen, sie besitzen auf der Vorderseite jedoch zwei Bedientasten, was bei klassischen Geräten ohne Funk meist nicht der Fall ist. Die Verarbeitung machte auf uns einen stabilen und hochwertigen Eindruck.

Montage

Die Montage an der Zimmerdecke war mithilfe der beiliegenden Schrauben und Dübel kinderleicht, die Melder halten bombenfest und fallen optisch an einer weißen Decke fast gar nicht auf, obwohl sie recht klobig sind. Wie bei anderen Modellen auch, muss zuerst die Montageplatte an der Decke befestigt werden, anschließend setzten wir einfach den Melder auf, bis er hörbar einrastete. Alterativ ist auch hier eine Befestigung per Magnetband möglich, es muss dann aber separat dazugekauft werden.

Etwas kniffelige Konfiguration
Mit dem Anlernen beziehungsweise Konfigurieren der einzelnen Geräte hatten wir jedoch anfangs einige kleinere Probleme, da die Anleitung für uns Laien etwas schwer verständlich war. Generell ist es so, dass einer der Rauchmelder als sogenannter „Master“ fungiert, er erfüllt die Aufgabe einer Zentrale. Alle anderen Rauchmelder werden ihm zugeschaltet, was mithilfe der beiden Tasten „Learn“ und „Test“ passiert.

“Master” und “Slaves”
Die übrigen Melder, die interessanterweise „Slaves“ (Sklaven) genannt werden, müssen dazu ein Signal an den „Master“ senden, was an den blinkenden LED-Lampen und dem Sirenenton erkennbar ist. Das hört sich jetzt vielleicht etwas kompliziert an, wer aber einigermaßen mit einem Computer umgehen kann oder früher regelmäßig seinen Videorekorder programmiert hat, wird damit keine echten Schwierigkeiten haben. Etwas Zeit sollten Sie sich für die Einstellungen jedoch nehmen.
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Ausstattung und Funktionen

Insgesamt können an diese Anlage bis zu 15 Rauchmelder gekoppelt werden, auf Wunsch ist es also möglich, ein weiteres Set hinzuzufügen. Bei einer Raucherkennung schlagen alle Melder, die sich in einem Radius von etwa 40 Metern befinden, Alarm, so dass wir uns anfangs etwas ratlos gefragt haben, wie wir denn den auslösenden Melder und somit den „Tatort“ identifizieren könnten. Aber auch dafür gibt es eine Lösung: Am auslösenden Melder leuchtet eine rote Lampe auf, bei allen anderen Meldern dagegen eine grüne Lampe.

Zertifiziert und geprüft
Alle Melder wurden gemäß DIN EN 14604 geprüft und zertifiziert, die schnurlose Übertragung des Alarmsignals erfolgt über die Frequenz 433,92 Megahertz. Mit der Test-Taste, die ja auch für die Programmierung gebraucht wird, konnten wir jederzeit die Funktionsfähigkeit der Melder überprüfen.

Handhabung und Bedienung

Abgesehen von der bereits erwähnten Installation ist die Handhabung der Melder absolut unkompliziert und intuitiv. Sobald die Rauchmelder in Betrieb sind, leuchtet allerdings alle 60 bis 70 Sekunden eine kleine rote LED-Lampe am jeweiligen Melder auf. Wer sich besonders in der Nacht davon gestört fühlt, sollte das Gerät am besten in einer nicht einsehbaren Stelle installieren. Lässt die Leistung der Batterien langsam nach, geben die Rauchmelder ein kurzes, jedoch nicht extrem lautes Piepen von sich, das sich in einem Abstand von ungefähr fünf Minuten wiederholt. Wir finden diesen Warnton sehr wichtig, um die dauerhafte korrekte Funktionsfähigkeit der Geräte zu gewährleisten.

Tipp: Videoanleitung anschauen!
Im Internet existieren mittlerweile kleine Videofilme mit anschaulichen Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Installation und Konfiguration. Sehen Sie sich diese Videos ruhig einmal an, denn sie ersparen Ihnen womöglich ein umständliches Ausprobieren und Einstellen.

Zuverlässigkeit

Die Sirene ist mit einer Lautstärke von 85 Dezibel unüberhörbar, zumal bei einer Rauchentwicklung alle angekoppelten Melder Alarm schlagen. Dies funktioniert übrigens auch in einem Gebäude mit mehreren Etagen. In unserem Test simulierten wir einen Brand im Dachgeschoss, augenblicklich schlugen sämtliche Melder im Haus Alarm, sogar die Geräte im Erdgeschoss reagierten prompt. Voraussetzung ist natürlich eine korrekte Konfiguration.

Kein Fehlalarm
Obwohl die Rauchmelder sehr empfindlich sind, reagierten sie nur dann, wenn sie auch tatsächlich sollten. Installieren Sie allerdings einen Melder in der Küche, müssen Sie damit rechnen, dass der Alarm ausgelöst wird, sobald es am Herd (Pfanne) zu einer Rauchentwicklung kommt, weil Sie beispielsweise mit Fett braten.
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Kleine Tipps

Wir haben beim Hersteller nachgefragt: Es ist kein Problem, anstatt der mitgelieferten Batterie einen wesentlich langlebigeren 9-Volt-10-Jahres-Lithium-Block einzusetzen, der allerdings separat gekauft werden muss. Sie ersparen sich damit aber den regelmäßigen Batteriewechsel und haben die Sicherheit, dass Ihre Rauchmelder über einen längeren Zeitraum korrekt funktionieren. Wie wir aus einigen Erfahrungsberichten von Kunden erfuhren, sollen die mitgelieferten Batterien ohnehin keine übermäßig lange Lebensdauer haben, mehrere Verbraucher berichteten bereits, dass ein Austausch nach rund drei Monaten fällig war.

Vorbildlicher Service
Im Gegenzug erfuhren wir aber auch, dass der Kundenservice des Herstellers bei Reklamationen bezüglich der Batterien prompt reagierte und kostenlosen Ersatz lieferte. Auch wir waren von der Hilfsbereitschaft der telefonischen Hotline im Rahmen eines Testanrufs sehr angetan. Da dies alles andere als üblich ist, vergeben wir in diesem Fall auch keinen Punktabzug für eine eventuell mangelnde Qualität der Batterien.

Vorteile

  • Melder werden untereinander vernetzt, so dass im Brandfall jedes angeschlossene Gerät Alarm schlägt.
  • Sehr lauter Alarm (85 Dezibel)
  • Vorbildlicher Kundenservice
  • Mit Test-Funktion und Warnton bei nachlassender Batterieleistung
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Nachteile

  • Konfiguration erfordert etwas Zeit

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Fazit: günstiges Funk-Set mit einer sehr guten Qualität

Wer ein günstiges, aber dennoch zuverlässiges Funk-Rauchmelder-Set kaufen möchte, macht mit diesem Produkt ganz sicher nichts falsch. In unserem Test arbeitete es jederzeit korrekt, wenngleich die Erstinstallation nicht ganz einfach war und einige Zeit beanspruchte. Insgesamt ist das Preis-Leistungs-Verhältnis als sehr gut anzusehen. Pluspunkte dieses Sets sind unter anderem der unüberhörbare Alarmton, der Batteriewarnton, der zu einem Wechsel auffordert, und die Tatsache, dass die Vernetzung auch über mehrere Etagen möglich ist. Wir geben diesem Funk-Rauchmelder-Set daher auch die Note 5.

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